Was zeichnet NEUE Führung aus ?

Sorry, once in a while I have to add blog posts in my mother tongue. The following post is about “What defines new leadership” in the enterprise world, a project I’ve been working on as a freelancer for the last year. And it’s focus is Germany only.
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Ich habe im vergangenen Jahr immer wieder für das Projekt “Forum Gute Führung” gearbeitet, unter der Federführung von nextpractice in Bremen. Ich habe Interviews mit Führungskräften und Experten gemacht, Texte geschrieben und beim Relaunch der Website mitgeholfen. Die Arbeit hat Spass gemacht und auch ein paar graue Haare mehr gebracht. Das Projekt ist eines von vielen sog. INQA-Projekten (Initiative Neue Qualität der Arbeit) die vom Bundesminiterium für Arbeit und Soziales gefördert werden. nextpractice hat die Projektleitung übernommen und arbeitet mit anderen Unternehmen zusammen. Für mich war der Prozess der vergangenen 15 Monate selbst ein Paradebeispiel dafür, wie facettenreich das Thema Führung ist und wie groß die Spannungsfelder sein können, die sich hin und wieder auftun. Die unterschiedlichsten Arbeitsweisen und Führungstile von Ministerium, Inhaber geführten Unternehmen und freelancern verdeutlichten gewissermassen die Aktualität und Relevanz der Studienergebnisse – es waren immer wieder Aushandlungsprozesse notwendig und der Bedarf an einer gemeinschaftlichen Verständnisgrundlage war groß.

Führung ist ein spannendes Thema und wie sie sich verändert im Zeitalter der Vernetzung noch ein viel spannenderes. Wir hatten diesem Thema bereits vor 4 Jahren ein ganzes we-magazine gewidmet – mit internationalem Fokus.

 

In dieser Ausgabe waren auch Peter Kruse (GF nextpractice GmbH) und Thomas Sattelberger (ehemaliger Personalvorstand der Deutschen Telekom AG) vertreten. Beide sind heute die “öffentlichen Gesichter” wenn es darum geht, das “Forum Gute Führung” nach aussen zu vertreten. Beide werden auch am 15 Oktober 2014 auf der Zukunft Personal in Köln in eimem Gespräch das Projekt vorstellen, die Ergebnisse der Studie diskutieren und einen Ausblick geben, wo die Reise denn hin gehen soll. Begleitet wird der Auftritt der beiden von dem FutureLab HR, in dem ganz gezielt zu einzelnen Führungsthemen vernetzt in Gruppen gearbeitet wird.

Doch first things first;-)

Der Internetplattform “Forum Gute Führung” liegt eine nextexpertizer Studie von nextpractice zugrunde. 400 Führungskräfte wurden dazu befragt. Ein Querschnitt durch die Führungslandschaft in Deutschland: Dax-Unternehmen und KMUs aus allen Regionen der Republik und vielen Branchen.

Die Ergebnisse in Kurzfassung

In dem aus den Interviews errechneten Werteraum “Gute Führung” wird erkennbar, welche Aspekte des Führungshandelns noch akzeptiert, welche in Frage gestellt oder bereits klar abgelehnt werden. Darüber hinaus zeigen die Daten, wohin sich „gute Führung“ in Zukunft nach Einschätzung der Erfahrungsexperten entwickeln wird und was den handelnden Personen auf dem Weg dahin besonders wichtig ist. Eine detaillierte Darstellung finden Sie hier auf der Projektseite selbst.

Es wurden 10 Kernaussagen beonders heraus gestellt:

1. Flexibilität und Diversität sind weitgehend akzeptierte Erfolgsfaktoren.
2. Prozesskompetenz ist für alle das aktuell wichtigste Entwicklungsziel.
3. Selbst organisierende Netzwerke sind das favorisierte Zukunftsmodell.
4. Hierarchisch steuerndem Management wird mehrheitlich eine Absage erteilt.
5. Kooperationsfähigkeit hat Vorrang vor alleiniger Renditefixierung.
6. Persönliches Coaching ist ein unverzichtbares Werkzeug für Führung.
7. Motivation wird an Selbstbestimmung und Wertschätzung gekoppelt.
8. Gesellschaftliche Themen rücken in den Fokus der Aufmerksamkeit.
9. Führungskräfte wünschen sich Paradigmenwechsel in der Führungskultur.
10. Führungskultur wird kontrovers diskutiert.

Der Werteraum “gute Führung” steht allen, die mehr erfahren wollen, zur Verfügung. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass Sie die “Daten fragen” – sprich sich selbst durch den Raum navigieren und wichtige Resonanzfelder von Führung erkennen und besser verstehen lernen. Sollten Sie im Datenraum verloren gehen, können sie via Twitter oder als Kommentar auf der Plattform ihre Fragen stellen.

Was mich persönlich am meisten an den Ergebnissen fasziniert hat, ist die Tatsache, wie “verloren” sich anscheinend viele Manager fühlen und wie ohnmächtig sie als Einzelpersonen zu sein scheinen, um den Herausforderungen, denen sie in den Unternehmen gegenüber stehen, alleine entgegen zu treten. Die Sehnsucht nach einem kollektiven Vorgehen ist gross und wie es Peter Kruse formuliert auch notwendig. Er sagt, dass Führung im Unternehmen nicht losgelöst von der Gesellschaft betrachtet werden kann. Führung ist zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema geworden und hat nun auch die Mangementetagen der Unternehmen erreicht. Ausführlich erklärt Peter Kruse dies in dem folgenden Interview, das ich mit ihm gemacht habe:

Die Studie und auch das Video geben den Startschuss für einen bundesweiten Diskursprozess zum Thema „gute Führung“ – also dem von den Managern gewünschten gesamtgesellschaftlichen Aushandlungsprozess. Das Projekt endet nicht mit der Ergebnispräsentation, sondern fängt jetzt erst richtig an. Leider geht dies in dem sehr lebendigen Artikel in der ZEIT zu der Studie etwas unter.

Wie sieht dieser Aushandlungsprozess aus und wie und wann findet er statt?

Dieser Aushandlungsprozess findet online und offline statt. In beiden Situationen wird das Großgruppen-Moderationstool nextmoderator eingesetzt. Der nextmoderator erlaubt einem strukturierten zielführenden Diskurs, in dem die Teilnehmer zu im Vorfeld definierten Fragestellungen gemeinsam Ideenansätze und/oder Empfehlungen entwickeln. Dank der durchgängigen Transparenz sind Doppelungen bei der Eingabe von Gedanken, Ideen oder Bewertungen deutlich reduziert und dadurch erhöht sich die Effizienz. Die entstehende Inhaltsdynamik fördert ein einheitliches Verständnis welches für einen konstruktiven durchaus kritischen Austausch notwendig ist. Durch mehrfache iterative Wechsel zwischen dem Generieren von Ideen (jeder sieht alles) und ihrer Bewertung (jeder kann alles bewerten), kristallisieren sich sehr schnell die WIRKLICH relevanten Ansätze heraus. Sogar eventuelle Ambivalenzen sind sofort sichtbar und im Diskurs aufklärbar. Auf der Zukunft Personal werden im FutureLab HR die ersten Workshops zum Thema “Gute Führung” in dieser Form durchgeführt. Geplant sind dann ab November weitere online Workshops auf der Plattform selbst. Und als besonderes Highlight sozusagen ist ein grosses Live-Event in Vorbereitung, welches 500 Führungskräfte an vier Standorten vernetzt und gemeinsam an dem “Führungsleitbild für Deutschland” arbeiten lässt.

Ich denke, dieser Aushandlungsprozess ist der ganz entscheidende Mehrwert den dieses Projekt bietet.

Ich bin gespannt, wieviele der Führungskräfte, die sich diesen “Austauschprozess so gewünscht” haben, nun auch tatsächlich bereit sind, Zeit und Gedanken dafür herzugeben und gemeinsam in diesen Prozess einzutreten. Es ist Arbeit und es ist nicht “for free”. Die Manager selbst müssen etwas dafür tun. Es ist immer eine Sache “Studien zu konsumieren”, es ist eine andere Sache, dann aktiv auch für die Veränderung einzutreten. Dies macht man in der Regel nur, wenn man an diese Veränderung wirklich glaubt und diese will. Walk your talk liebe Führungskräfte!

Alan Rusbridger on Journalism

I was just flipping through my youtube channel and re-organizing it, when I found this video interview I did 3 years ago with Alan Rusbridger. Alan by then he “only” represented The Guardian – today he is celebrated all over the world as THE idol of honest, sometimes painful investigative, open and “disobedient” journalism. He was deeply involved in the wikileaks reports and is currently a central figure in the Edward Snowden case. Alan was accused of having broken Britain’s terror laws and found himself the subject of extraordinary questioning during a heated session of the Home Affairs Select Committee as MPs probed the circumstances surrounding the newspaper’s disclosure of secret security files leaked by American Edward Snowden.

Decision by Experiment and its Implications for Leadership

Scott Cook co-founded Intuit Inc. in 1983 and now serves as the chairman of the Executive Committee. The idea of intuit came to him one day when his wife was complaining about paying the bills. With personal computers just coming out at the time, Scott thought there might be a market for basic software that would help people pay their bills. So he launched intuit, which today offers software and online products to help individuals and small companies manage their finances.

At INKtalks he had a conversation with Lakshmi Pratury, co-founder and curator of INK, about his way of leading a company. He explained that he has changed his way of leadership a few years ago by introducing decision making based upon experiment. In this interview he shows what this means in the daily life of a company and what kind of implications it has on leaders.

Where co-creation begins …

4 weeks ago I went for the first time to Partha, a small small village in Uttar Pradesh, 45 km away from Mahoba. Beautiful landscape – a mixture between India and the Serengeti. Stunning.
Everybody there is depending on agriculture. The area is one of the poorest parts of India and a typical example for what it looks like when rural India is left behind urban development. The poor are the victims.

Standard house in the village of Partha, UP

Antonella Zurina (Geeta is her given Indian name), who is running Kabir Foundation in Khajuraho, took me there. For a very simply reason. One of the villagers, Hakim Singh, wants to donate 2 acres of farmland for building a school. And her idea was (still is) that we build a we_school there. When we arrived at least 30 of the villagers were waiting for us! It was such a warm welcome!

I sat down with them and the first question which came up from the villagers was: What are your plans? When I told them that I had no plans at all and that I am only here to see and to listen all the blood in their faces went into their feet. Pure despair remained. I felt pretty uncomfortable since I only realized by then how high their expectations were.

Tons of cow dung >>> fire, cooking

They told me about all their daily problems. We went through the village and they showed me the 2 existing schools and other buildings which one might use for community activities, and they showed me the land Hakim Singh wants to donate. They were very proud. And I could feel how much they want help and how much they are willing to support activities once someone starts them.

Before they invited me for dinner – my stomach still refuses any kind of local spicy food ;-( – I told them that I would think about the entire situation and talk to Mehmood Khan, a social entrepreneur and game changer of its own. And I promised to come back to them within 2 weeks.

“Group photo with madame” – just before I left Partha

2 weeks later I went back – together with Mehmood Khan. They welcomed us with drums, flowers and the most delicious chai. This time probably 50 of them. We sat down and discussed the options. At the end we agreed to do a 2 day workshop – early in May – where all the stakeholders in the village are involved: children (girls and boys), teachers, farmers … At the first half of day 1 we will discuss their most pressing issues, the second half of the day is reserved for local administrative and political people who address their point of view. At the second day we will work in groups with the villagers trying to identify workable solutions and in the afternoon we prioritize the solutions and write down an action plan. We expect at least 500 villagers to join the workshop!

The villagers are still a bit hesitating – they simply would prefer a ready made solution. But somehow they understood the idea and they trust us. And they work for this idea …We believe that the villagers themselves need to be made stakeholders in the development process. And this is what we are going to do with them.

And this is when co-creation starts.

Only then the village and its people will experience a transformation they all like, everybody is committed to and everybody will be working on. That’s the only way to make change sustainable!

Mehmood Khan and I after our second meeting, before late dinner – in the “guesthouse”

And to close this blog post, here is an email I received from the villagers after our meeting …
Nothing else to say!

Dear, sir/ madam

as you know according to the last meeting on 21/03/13 ,we want to informe you ,that

we have arrenged the meeting on saturday then we have notify 75 active member with there all type of responsbilties.

so please, we want to your time dated on as 25/03/13 on monday,

please gives some point how will you manage your journy

thanking to you

your ,s All villagers

Leadership and Global Citizenship

At the Global Citizen Forum we spoke a lo about leadership and how leadership correlates with global citizenship. Does it take leaders to achieve a concept such as global citizenship or is it much more the responsibility of all ourselves to create it?

Here are a few interviews I’ve done with participants who shared their thoughts – some of them incredible stories:

Puja Handa was born in Botswana, her roots are Indian and today she is living in London, UK. She is working as a teacher in the Art of Living Foundation. In this brief interview she is telling the story of her kidnapping and how she “dealt” with her kidnappers and was set free after 6 hours …

Dismas Nkunda is Ugandian. He is — among many other things — Co-Director of the International Refugee Rights Initiative. He became a leader when he was 12 years old … taken over responsibilty for his 9 younger siblings and his mother. His father was shot in front of his eyes.

Oyebisi Babatunde Oluseyi built a network of young people out of Nigeria.

Upgrading Entrepreneurship!

Last week I’ve had a long conversation with Peter Kruse, nextpractice GmbH, on the business impacts of nextexpertizer. A shortened version of the interview will be published soon by Google.

Peter gives you an insight into why it’s important to think about how and which data to collect in order to achieve valuable data sets and explains how nextexpertizer reveals the dynamics of hidden value patterns underpinning psychological and social change. What nextexpertizer does is to upgrade entrepreneurship in a way that identifies and visualizes values on the threshold of transferring into actual consumer behavior. Meaning: As a CEO, manager, politician you’re sure to know what’s next.

Here are the single video snippets:

01 The correlations between data, patterns and complexity
02 What kind of data do we need to achieve complexity reduction by pattern formation?

03 Cultural value systems are telling you what’s next
04 The basic idea behind nextexpertizer
05 What’s next? – implications for business strategies
06 We are upgrading entrepreneurship
07 Resonance and empathy enable fully viral
07 Empathy and resonance enable “fully viral”
08 What’s next in Social Media?
09 A Matter of Fact in A World of Values
10 Why n=100 is more than enough to measure value systems
11 This data is absolutely clever
12 What’s next in the world of data?
13 Politicians should challenge people in different ways

WE_Leadership is out!

Yesterday we’ve launched our latest edition of we-magazine: WE_Leadership. While I am still quarreling with the webinar which went along with its first presentation (reflections on this will follow) – however I am still convinced that the theme “leadership” is one of the most challenging today in companies, governments and institutions. WE_Leadership is about the changes we utterly need in the way we are leading our companies, institutions and our nations.

The magazine shows a broad range of leadership approaches – in theory and in practice: From radical management theories (as suggested by Stephen Denning) to the point of changing the corporate culture of a huge international company such as Deutsche Telekom (conversation between Peter Kruse and Thomas Sattelberger). From “Doing it the Wiki Way” (Frank Roebers and Synaxon) to more hesistant approaches in “Facebooked?”. And it is about what we can learn from horses and conductors;-)

So please flip through and send me your feedback and comments!

Virtual Launch WE_Leadership, Wednesday, April 6, 6 pm CST



John Hagel and Peter Kruse will join us on Wednesday, April 6, at 6 pm CST for the virtual launch of our latest issue WE_Leadership. Both of them will be available for an hour via videostream to answer YOUR questions. To participate login here:

http://bertelsmann-stiftung.reflact.com/launch-we-magazine/

All you need is to type in your guestname, no authentification!

The system we are using is Adobe Connect. The space is limited to 500 people.

Leading from the Edge

On April 6 WE will launch the latest edition of we-magazine: WE_Leadership. Part of the magazine is this interview with John Hagel.

“As we begin to understand that the WE really is a global WE, we will need to rethink our institutions and our practices,” says John Hagel. In this interview John sides with a world of pull in which we define new institutions and practices – coming from the edge and moving forward in small, but rapid steps towards a long term vision.